Unser Projekt

Ein Ort,
um füreinander
da zu sein.

Unser Ziel

Wir realisieren das erste Palliativ- und Hospizzentrum in Basel für betroffene Menschen und ihre Familien aus der Stadt Basel, der Region Nordwestschweiz und der Agglomeration TriRegio.

Das Zentrum bietet circa 40 Betten und wird generationenübergreifend angelegt. Schwerstkranke aller Generationen und ihre Angehörige finden hier einen Ort der Entlastung. Das Palliativ- und Hospizzentrum wird insbesondere für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene einen Platz bieten. Wir bieten in unserem Zentrum wiederkehrende, bedarfsgerechte Auszeiten aus dem Alltag an. Das ermöglicht nicht nur den Betroffenen selbst, sondern auch allen Familienmitgliedern, wieder Kraft zu schöpfen. Für die letzte Lebensphase bieten wir den Patientinnen und Patienten ein schönes, würdiges und schmerzfreies Dasein.

 

Schliessen bestehender Lücken

Mit der Eröffnung unseres generationenübergreifenden Palliativ- und Hospizzentrums wollen wir einen Beitrag dazu leisten, die Lücke in der Gesundheitsversorgung, speziell für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, in der Region zu schliessen. Zudem steigt gemäss den Nationalen Leitlinien Palliativ Care des BAG der Bedarf an Palliativbetten aufgrund der demographischen Entwicklung in der Schweiz weiter an.

Wir verstehen uns als Ergänzung zu bestehenden Institutionen und Palliativabteilungen in den örtlichen Spitälern. Die Zusammenarbeit mit der Spitex und mit ehrenamtlichen Organisationen ist ein wichtiger Grundpfeiler unseres Projekts. Die medizinische Versorgung im generationenübergreifenden Zentrum wird für die Betreuung der Erwachsenen durch Ärztinnen und Ärzte sowie spezialisiertem Pflegepersonal erfolgen. Für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen streben wir eine enge Zusammenarbeit mit den lokalen Spitälern und Fachärzten an. Atmosphärisch wird sich unser Zentrum vom ersten Moment an wie ein «zweites Zuhause» anfühlen, gepaart mit Professionalität und Kompetenz. Hier wird es auch separate Zimmer für die Angehörigen geben, damit auf Wunsch Nähe zu den Patientinnen und Patienten geboten wird und zugleich die persönliche Privatsphäre und nötige Ruhe respektiert werden kann.

Umfassendes Angebot

Es geht uns nicht alleine darum, Betroffene in ihren letzten Lebenstagen zu begleiten, sondern vor allem auch um die Zeit davor.

Wenn ein Familienmitglied unheilbar erkrankt oder schon seit der Geburt chronisch krank ist, sind die pflegenden Angehörigen Tag und Nacht in der Betreuung gefordert und dies oft über Monate oder sogar Jahre hinweg. 

Unser Zentrum will hier in jedem einzelnen Fall eine massgeschneiderte Hilfe anbieten. Eine Auszeit mit kompetenter Betreuung – therapeutisch, psychologisch, seelsorgerisch, je nach Bedarf. Sie bringt Entlastung und bietet allen Betroffenen Zeit, sich zu erholen und Kraft zu schöpfen. Wir wollen Ruhe in das aufgewühlte Leben bringen und allen Involvierten ermöglichen, dass sie sich auf die neue Lebenssituation einstellen können. Wir möchten sie optimal betreuen, im Hinblick auf eine Rückkehr nach Hause oder mit Blick auf das Lebensende bei uns im Zentrum.

Entlastungsangebot für Angehörige

Wir haben mit dem Kurhaus „Sunnehus in Wildhaus im Toggenburg eine wunderbare Partnerschaft. An diesem schönen Ort wollen wir pflegenden Eltern oder Angehörigen eine Auszeit ermöglichen, während ihre Kinder, Jugendlichen oder Erwachsenen zur gleichen Zeit im Palliativ- und Hospizzentrum Basel vollumfänglich betreut werden.

Das „Sunnehus“ ist ein Ort der Stille und der Begegnung mit einfühlsamer Betreuung, wo seelisch wie auch körperlich leidende Menschen Ruhe und Geborgenheit finden. Neben den verschiedenen Therapieangeboten wie Atem-, Mal- und Musiktherapie, können Angehörige und Betroffene sich in den Ateliers verwirklichen, Kreatives tun – oder auch lassen. Mit Blick auf das imposante Panorama der sieben Churfirsten können sich erschöpfte, pflegende Angehörige, aber auch Betroffene, im „Sunnehus“ erholen.

Generationenübergreifende Zielgruppen

Warum ein «generationenübergreifendes» Palliativ- und Hospizzentrum für uns in Basel wichtig ist.

Der Übergang des Kindes in die Erwachsenenmedizin nennt sich «Transition» und findet je nach Entwicklungsstand und Umständen mit circa 16 Jahren, manchmal erst viel später, nach dem 20. Lebensjahr, statt. 

Mit dem 18. und 20. Lebensjahr ändert sich formal Grundlegendes für die betroffenen Jugendlichen. Spitäler sowie Fachpersonen der Kinder- und Jugendmedizin dürfen in der Regel Jugendliche nach dem 18. Lebensjahr nicht weiter behandeln. Die Betreuung erfolgt dann durch die Ärztinnen und Ärzte für Erwachsene.

Ein Grundgedanke, weshalb wir ein Zentrum für alle Generationen errichten möchten, ist, dass wir die jungen Erwachsenen ab dem 18. Lebensjahr und ihre Eltern oder Angehörigen selbst entscheiden lassen wollen, wo sie sich am wohlsten fühlen; unter den Erwachsenen oder bei den Kindern und Jugendlichen.

Ein weiterer Gedanke ist unter anderem auch organisatorischer und finanzieller Art. Der Aufwand, ein Palliativzentrum ausschliesslich für Kinder zu bauen, würde bei einem Bedarf von schätzungsweise 8 bis 15 Plätzen in der Region Basel hohe Kosten verursachen. Wenn hingegen die Grundstrukturen der Betreuung, die für alle Altersgruppen gleich sind, bereitgestellt werden können, wird es finanziell tragbarer. 

Wir planen für jede Altersgruppe eine eigene Abteilung. Die gemeinsamen Aufenthaltsräume – auch für die Angehörigen – ermöglichen Begegnungen und stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl. Das Durchmischen der Generationen lässt alle voneinander profitieren, wenn sie zum Beispiel gemeinsame Aufenthaltsräume und Gärten nutzen. Davon sind wir überzeugt.

Die Bedarfssituation in der Schweiz

Der Bedarf des Palliativangebots für die Region Basel und die ganze Nordwestschweiz wird nach aktuellen Schätzungen für die Zukunft nur zur Hälfte abgedeckt (PwC Machbarkeitsstudie „Dreigenerationenhaus“ 2017).

Die demographische Entwicklung in der Schweiz erfordert insgesamt eine weitsichtige Vorausplanung. Nicht nur, dass ein Palliativ- und Hospizzentrum für Kinder fehlt, welches betroffene Familien auffängt, auch der Anteil der über 80-Jährigen in der Bevölkerung nimmt stark zu. Bis zum Jahr 2040 werden circa 800‘000 Menschen in der Schweiz über 80 Jahre alt sein (s. Bericht des Bundesrates vom September 2020).

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